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Markt und Börse   28.02.2025 17:54:45

Aktien Frankfurt Schluss: Dax hauchdünn im Plus - Wochenbilanz positiv

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat sich nach seinem Kursrutsch am Donnerstag stabilisiert. Der deutsche Leitindex hatte am Freitag lange Zeit leicht in der Verlustzone notiert, bevor er sich letztlich hauchdünn ins Plus retten konnte und bei 22.551,43 Punkten schloss. Auf Wochensicht legte der Dax um 1,2 Prozent zu. Für den zu Ende gegangenen Februar beläuft sich der Gewinn auf 5,2 Prozent.

Der MDax der mittelgrossen Unternehmen büsste am Freitag 0,91 Prozent auf 28.298,44 Punkte ein. Die jüngst verhängten Zölle von US-Präsident Donald Trump gegen China, Kanada und Mexiko bleiben ein zentrales Thema am Markt. Laut Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, ist mit den neuesten Ankündigungen eine wichtige Überzeugung ins Wanken geraten: Die Chancen auf "Deals" würden geringer eingeschätzt, dafür mehrten sich die Bedenken hinsichtlich der aus Zöllen entstehenden Belastungen für die Wirtschaft.

Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners versuchte, die jüngsten Kursverluste hierzulande gegenüber den zuletzt schwachen Weltbörsen zu relativieren: "Im internationalen Vergleich sind die europäischen Märkte aktuell so etwas wie der Fels in der Brandung."

Am Nachmittag wurden die Verbraucherpreise für Deutschland sowie in den USA der PCE-Preisindex für persönliche Konsumausgaben veröffentlicht. Die Teuerungsrate in Deutschland verharrte im Februar bei 2,3 Prozent. Dies hatten Volkswirte erwartet. "Mit diesen Zahlen wird die Europäische Zentralbank in der kommenden Woche die Leitzinsen erneut senken und das nicht zum letzten Mal in diesem Jahr", prognostiziert Ökonom Kater.

Der PCE-Index ist das bevorzugte Preismass der US-Notenbank Fed. Die Daten fielen wie erwartet aus. Eine deutliche Abkühlung des Preisdrucks in den USA zeichne sich nicht ab, hatten Experten der Landesbank Hessen-Thüringen bereits vor der Zahlenbekanntgabe prognostiziert. Mit einem Zinslockerungsschritt der Fed rechne man am Markt nicht vor Jahresmitte.

Chemie-Aktien kamen hierzulande vor dem Wochenende kräftiger in Bewegung. BASF drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus und gewannen am Ende fast ein Prozent. Die Ludwigshafener hatten 2024 beim Gewinn deutlich zugelegt. Der Ausblick auf 2025 könnte etwas konservativ sein, sagten Analysten.

Freuen durften sich auch die Anleger von Alzchem über ein Kursplus von sechs Prozent. Damit hatten die Aktien im Nebenwerteindex SDax die Nase vorn. Der Spezialchemiekonzern will nach einem Rekordjahr beim operativen Gewinn weiter zulegen und die Dividende um 50 Prozent erhöhen.

Allianz hatte 2024 im Tagesgeschäft so viel wie nie zuvor verdient. Zudem will der Versicherer für bis zu zwei Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen und eine Dividende von 15,40 Euro je Aktie ausschütten. Der Ergebnisausblick auf 2025 sei aber etwas schwächer als erwartet, hiess es von der Deutschen Bank. Die Allianz-Papiere gaben um knapp ein Prozent nach.

Auf internationaler Bühne verlor der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 0,16 Prozent auf 5.463,54 Punkte. Der Schweizer SMI und der britische FTSE 100 legten hingegen etwas zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial lag zum europäischen Börsenschluss 0,6 Prozent im Plus.


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