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Unternehmensergebnis   28.04.2026 06:56:11

Bucher erhält im Startquartal weniger Bestellungen und macht weniger Umsatz

Niederweningen (awp) - Der Industriekonzern Bucher Industries hat im ersten Quartal 2026 weniger Bestellungen erhalten als im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz ging klar zurück, wobei die negativen Währungseffekte bei beiden Kennziffern zu Buche schlugen. Die Nachfrage war aber so oder so verhalten.

Konkret gingen die Aufträge um 8,9 Prozent auf 643 Millionen Franken zurück, wie der Hersteller von Landmaschinen, Gemeindefahrzeugen und Hydraulikkomponenten am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte lag das Minus bei 5,3 Prozent.

Der Umsatz fiel derweil um 7,3 Prozent auf 725 Millionen Franken zurück. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte ergab sich auch hier ein etwas moderateres Minus von 3,4 Prozent. Die Erwartungen der Analysten wurden damit auf beiden Ebenen verfehlt.

Die Nachfrage habe im ersten Quartal 2026 auf einem tiefen Niveau gelegen, heisst es zum Geschäftsverlauf. Nach einer zuvor starken

Vorbestell-Saison habe insbesondere die Kuhn Group einen rückläufigen Auftragseingang verzeichnet. Die Divisionen Bucher Municipal und Bucher Hydraulics hingegen hätten sich positiv entwickelt.

An den Standorten mit tiefer Kapazitätsauslastung wurden die initiierten Kostensparmassnahmen weitergeführt. 

Die mit einem Umsatzanteil von über 40 Prozent grösste Division, die Kuhn Group, verzeichnet mit einem währungsbereinigten Rückgang um über 24 Prozent auf 169 Millionen Franken einen deutlichen Einbruch der Bestellungen. Der Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahr mit 314 Millionen Franken in Lokalwährungen hingegen um 4,2 Prozent zu, dank des hohen Auftragsbestandes zu Beginn des Jahres.

___ Hohe Preise für Sprit und Dünger bremsen Investitionen

Nach dem starken Anstieg der Vorbestellungen der Landmaschinenhändler in der zweiten Jahreshälfte 2025 sei die Nachfrage bei Kuhn Group zu Beginn des Jahres verhalten gewesen, so Bucher. Dabei hätten die sinkenden Milchpreise eine Rolle gespielt, aber auch das unsichere politische Umfeld und der Anstieg der Produktionskosten für die Landwirte wegen der höheren Preise für Diesel und Düngemittel.

Der Ausblick auf das laufende Jahr bleibt gegenüber Anfang März unverändert. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit einem stabilen Umsatz auf vergleichbarer Basis sowie mit einer Betriebsgewinnmarge ebenfalls auf Vorjahresniveau, ohne den Sondereffekt aus dem Immobilienverkauf. Die Auswirkungen der zunehmenden politischen Unsicherheiten auf den Verlauf der Nachfrageerholung von Bucher seien derzeit aber schwierig abzuschätzen.


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