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Markt und Börse   09.01.2026 22:14:23

Aktien New York Schluss: Zinshoffnungen - S&P 500 auf Rekordhoch

NEW YORK (awp international) - Die Aussicht auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach bestenfalls durchwachsenen Daten vom US-Arbeitsmarkt hat am Freitag für steigende Kurse an den US-Börsen gesorgt. Der marktbreite S&P 500 erreichte ein Rekordhoch, zur Schlussglocke betrug das Plus 0,65 Prozent auf 6.966,28 Punkte.

Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,48 Prozent auf 49.504,07 Punkte zu, konnte die Höchstmarke vom Mittwoch aber nicht toppen. Mit plus 2,3 Prozent in der ersten kompletten Börsenwoche 2026 startete der Dow stark ins neue Jahr.

In den USA ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt Ende des vergangenen Jahres gemischt ausgefallen. Während der Anstieg der Beschäftigung schwächer als erwartet war, ging die Arbeitslosenquote etwas zurück. Die Daten dürften aber dennoch Wasser auf die Mühlen derer sein, die von der US-Notenbank Fed mehr Tempo bei Zinssenkungen fordern.

"Die Angst um den eigenen Job nimmt zu", konstatierte James Knightley, Chefökonom der Bank ING. Das Gros der US-Wirtschaft streiche Arbeitsplätze zusammen. Die Entwicklung der Beschäftigung in der grossen Mehrzahl der Sektoren sei "für jedermann sehr besorgniserregend". Die Botschaft für die Fed laute nun, die Wirtschaft stärker zu unterstützen.

An der Technologiebörse Nasdaq ging es mit dem Nasdaq 100 um 1,02 Prozent auf 25.766,26 Zähler stärker aufwärts. Hier lagen erneut die Aktien aus der Halbleiterbranche ganz vorn. Sie gelten als sehr abhängig vom Zinsniveau an den Kapitalmärkten. Niedrigere Zinsen der US-Notenbank rechtfertigten höhere Bewertungen von Chip-Aktien, so die Argumentation vieler Investoren. Intel-Aktien etwa zogen um fast 11 Prozent an.

Zuletzt hatte die Politik des US-Präsidenten Donald Trump wieder für Bewegungen gesorgt, dies setzte sich am Freitag fort. Trump ordnete einen Ankauf von Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar an, um damit Immobilienkredite günstiger zu machen. Davon profitierten Aktien von Hypothekengebern. Rocket Companies stiegen um fast 10 Prozent. Opendoor Technologies schnellten um gut 13 Prozent nach oben.

Auch eine Übernahme sorgte für Gesprächsstoff. Wie die "Financial Times" berichtet, will der Pharmariese Merck & Co den Krebsmittelspezialisten Revolution Medicines übernehmen. Dessen Aktien zogen nochmals um mehr als 10 Prozent an, nachdem sie ihren Rekordlauf in den vergangenen beiden Tagen schon deutlich beschleunigt hatten. Merck & Co gaben leicht nach. Als Kaufpreis ist in dem Bericht von 28 bis 32 Milliarden Dollar die Rede.

Kursschwäche zeigten General Motors mit minus 2,7 Prozent. Der Autobauer hatte am Vorabend hohe Abschreibungen auf seine Elektroautos bekanntgegeben. Diese kosteten den Konzern im vierten Quartal rund sechs Milliarden Dollar. Hinzu kommen gut eine Milliarde an Sonderkosten für den Umbau in China.

Die Aktien von Southwest Airlines gewannen 3,7 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hat ihre Einschätzung komplett gedreht und rät nun zum Übergewichten im Portfolio, nachdem das Votum zuvor Untergewichten gelautet hatte. Analyst Jamie Baker hält es für möglich, dass der Ausblick der Airline auf das Jahr 2026 die Markterwartungen deutlich in den Schatten stellen wird.


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