Presseschau vom Wochenende 4 (24./25. Januar)
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:
UBS: Bundesrätin Karin Keller-Sutter geht im Streit über schärfere Kapitalregeln für UBS in die Offensive. Im Interview mit "Finanz und Wirtschaft" am World Economic Forum in Davos widerspricht sie den Argumenten der Grossbank deutlich. Sie kritisiert, dass UBS eine angebliche Benachteiligung im internationalen Wettbewerb suggeriere, was einem tatsächlichen Vergleich nicht standhalte. Laut der Finanzministerin verfüge die Grossbank sogar bereits über ausreichend Eigenkapital. (FuW, S.8-9, sh sep. Meldung)
HANDEL: Die Schweiz hat laut Bundesrat Guy Parmelin in der "NZZ am Sonntag" auf ein geplantes italienisches Gesetz zur Bevorzugung europäischer Maschinenhersteller reagiert. Die neuen Abschreibungsregeln der Regierung von Giorgia Meloni benachteiligten Schweizer Produzenten und sind laut Parmelin "besorgniserregend". Der Bund habe dazu Gespräche in Bern, Rom, Brüssel und Davos geführt. Parmelin habe das Thema persönlich mit EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und Handelskommissar Maros Sefcovic angesprochen und erklärt: "So geht es nicht". Innenpolitisch sei die Lage heikel, da in der Schweiz gleichzeitig über neue bilaterale Verträge mit der EU debattiert werde. (NZZaS, S.11, sh sep. Meldung)
WEF: WEF-Co-Präsident André Hoffmann will laut "NZZ am Sonntag" den Gründer Klaus Schwab in Davos wieder dabeihaben - und zwar im nächsten Jahr. Nicht als Veranstalter, sondern als Besucher. "Der Nachfolgeprozess soll natürlich nicht rückgängig gemacht werden", sagte Hoffmann im Interview mit der Zeitung. Es könne sein, dass Schwab nicht interessiert sei an so einer Rolle. "Aber er wäre jemand mit sehr viel Bedeutung, weil er die Historie des WEF massgeblich beeinflusst hat." Eine Einladung werde Schwab jedenfalls erhalten. Wie lange er das Weltwirtschaftsforum (WEF) zusammen mit Larry Fink leiten werde, sei völlig offen. (NZZaS, S.31-33, sh sep. Meldung)
SBB: Die SBB erteilen der Sicherheitsfirma Securitas für drei Jahre einen Auftrag in der Höhe "eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags". Dies schreibt der "SonntagsBlick". Die SBB beziehen von Securitas Dienstleistungen, um in der ganzen Schweiz die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen zu gewährleisten. Primär komme Securitas für die präventive Präsenz in Zügen auf, sagte eine SBB-Sprecherin. Daneben betreibt Securitas für die SBB im Raum Zürich eine Einsatzzentrale, die Patrouillen koordiniert und delegiert. Für die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen sind neben Securitas-Angestellten auch die SBB-eigene Transportpolizei sowie Angehörige der SBB-Tochter Transsicura besorgt. (SoBli, S.25)
ZÖLLE: Die Strafzölle für die Schweiz hat US-Präsident Donald Trump bisher mit dem grossen Handelsdefizit der USA begründet. Nun hat sich das Minus aus dem vergangenen Oktober jedoch in ein Plus von 8,8 Milliarden US-Dollar zu Gunsten der Vereinigten Staaten verwandelt, wie neue Daten des Handelsministeriums zeigen. Für die Wende sind primär die Schweizer Goldlieferungen verantwortlich, die eingebrochen sind. "Anfang 2025 hatten wir eine vorübergehende Anomalie", sagt Christoph Wild, Präsident der Schweizer Edelmetallvereinigung in der "SonntagsZeitung". Nun sei der Goldhandel wieder zur "langfristigen Normalität zurückgekehrt". Trotzdem wollen Wirtschaftskreise vor den Verhandlungen mit den USA über ein neues Handelsabkommen nichts dem Zufall überlassen. Damit es bei den Investitionen von hiesigen Unternehmen nicht bei Ankündigen bleibt, hat die amerikanisch-schweizerische Handelskammer die Firmen angeschrieben und sie gebeten, die geplanten Ausgaben zu beziffern. Schweizer Unternehmen haben Trump Investitionen von 200 Milliarden Dollar zugesichert, ein Drittel davon im laufenden Jahr. So hat der Pharmakonzern Roche diese Woche angekündigt, die geplanten Investitionen in eine neue Fabrik in North Carolina auf 2 Milliarden Dollar zu verdoppeln. (SoZ, S.2-3)
TRUMP: US-Präsident Donald Trump hat die Schweiz eingeladen, an seinem "Friedensrat" teilzunehmen. Aussenminister Ignazio Cassis gab bekannt, die Schweiz prüfe die Anfrage. Hinter den Kulissen ist jedoch ein klares Nein zu vernehmen. Alle involvierten Abteilungen im Aussendepartement lehnen eine Teilnahme am Friedensrat ab, wie "SonntagsBlick" von mehreren Quellen im EDA erfahren hat. Die Uno-Abteilung kritisiert die Machtkonzentration, die Donald Trump damit anstrebe. Anders als der Uno-Sicherheitsrat mit fünf Vetomächten untersteht der Friedensrat einzig und allein Trump - auch über seine Amtszeit als Präsident hinaus. (SoBli, S.
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