Rückruf von verkaufter Babymilch in Westschweizer Migros-Filialen
Zürich (awp/sda) - Der französische Hersteller Vitagermine hat am Montag die Säuglingsmilch "Babybio Optima 1 800g" zurückgerufen. Das Produkt wurde bereits aus den betroffenen Migros-Filialen in Genf, Neuenburg-Freiburg, Waadt und Wallis entfernt.
Vom Rückruf betroffen sei Babymilch mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 12. August 2027. Kundinnen und Kunden, die das Produkt bereits gekauft haben, werden gebeten, das Produkt nicht an Kinder weiterzugeben und es in eine Migros-Filiale zurückzubringen. Ihnen werde dort der Kaufpreis zurückerstattet, teilte die Migros am Montag mit.
Die französische Babymilch wurde von der Migros zurückgerufen, weil darin der Giftstoff Cereulid vorhanden sein könnte. Nachdem dasselbe Toxin Anfang Januar in Nestlé-Produkten festgestellt worden war, startete der Nahrungsmittelriese einen gross angelegten Rückruf in rund sechzig Ländern. Dabei handelt es sich um die grösste vorsorgliche Rückrufaktion in der Geschichte des Konzerns.
Die giftige Substanz wird unter bestimmten Bedingungen von Bakterien der Art Bacillus cereus gebildet und kann heftiges Erbrechen auslösen. In Frankreich werde derzeit ermittelt, ob der Tod von zwei Säuglingen auf den Konsum des möglicherweise verunreinigten Milchpulvers des Herstellers Nestlé zurückgeführt werden kann, teilte die französische Gesundheitsministerin Stéphanie Rist am Freitag im Sender BFM-TV mit.
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