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Dividende   05.02.2026 07:56:11

Valiant startet nach Gewinnsteigerung neues Rentabilitätsprogramm

Bern (awp) - Die Valiant Bank startet nach einem weiteren Gewinnanstieg im Jahr 2025 ein Programm zur Erhöhung der Rentabilität und will dabei auch Stellen abbauen. Zudem stellt das Finanzinstitut bereits die Weichen für die Nachfolge an der Führungsspitze.

Die Bank habe im Rahmen ihrer "Strategie 2029" ein Programm zur Erhöhung der operativen Effizienz gestartet, teilte Valiant am Donnerstag mit. Dabei plant die Bank Kosteneinsparungen von "mindestens 15 Millionen Franken" sowohl beim Personal- wie auch beim Sachaufwand. Man schaffe damit den Spielraum für zukünftiges Wachstum, wird CEO Ewald Burgener in der Mitteilung zitiert.

Im Rahmen des Kostenprogramms soll es zu einer Reduktion von 80 Vollzeitstellen kommen. Die Umsetzung erfolge schrittweise im Laufe der nächsten zwei Jahre und solle möglichst über natürliche Fluktuation erfolgen, heisst es.

Reingewinn auf Rekordhoch

Derweil hat die Bank den Reingewinn im vergangenen Jahr 2025 um 2,9 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 154,7 Millionen Franken erhöht. Dabei profitierte sie allerdings von einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken. Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis lag derweil mit 225,5 Millionen Franken um 3,4 Prozent unter dem Vorjahresresultat.

Für das laufende Jahr 2026 geht die Bank erneut von einem "leicht höheren Konzerngewinn" aus, wie sie weiter schreibt.

Hohe Zinsmarge

Im Zinsengeschäft konnte Valiant im vergangenen Jahr den Netto-Erfolg trotz dem schwierigen Zinsumfeld mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 396,3 Millionen Franken leicht verbessern. Dafür ausschlaggebend seien die hohe Zinsmarge von 1,09 Prozent sowie das Bilanzstrukturmanagement, betont die Bank.

Deutlich zulegen konnte Valiant im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+6,0% auf 98,6 Mio), dies nicht zuletzt dank eines starken Wertschriften- und Anlagegeschäft. Unterstützung kam dabei auch von der positiven Entwicklung der Finanzmärkte. Das Handelsgeschäft (-18,6% auf 41,0 Mio) entwickelte sich dagegen rückläufig.

Das Institut steigerte die Kundenausleihungen um 0,7 Prozent auf 30,4 Milliarden Franken per Ende 2025. Die Hypothekarfinanzierungen legten dabei mit einem Plus von 1,6 Prozent zu. Das Ausleihungsportfolio werde aktiv gesteuert, um die Rentabilität zu erhöhen, wird betont. Die Kundengelder verzeichneten derweil einen Anstieg von 1,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Franken.

Aktienrückkaufprogramm

Die Aktionäre profitieren vom Gewinnanstieg mit einer Anhebung der Dividende um 20 Rappen auf 6,00 Franken. Angesichts der Kapitalquote von 17,2 Prozent hat der Verwaltungsrat nun zusätzlich ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen: Über die Dauer von drei Jahren sollen eigene Aktien in der Höhe von maximal 75 Millionen Franken zurückgekauft werden.

Der genaue Startpunkt und die detaillierten Modalitäten sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden, heisst es. Die Bank will aber über die gesamte Laufzeit des Programms die Kapitalquote im Zielband von 15 bis 17 Prozent halten. Entsprechend erfolgten die Aktienrückkäufe in Abhängigkeit zur Entwicklung der Kapitalquote sowie der Konzerngewinne in den nächsten Jahren.

Derweil kündigt Valiant Wechsel an der Konzernspitze in den kommenden Jahren an. So beabsichtigt Verwaltungsratspräsident Markus Gygax an der Generalversammlung 2028 nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Als sein Nachfolger ist der heutige CEO Ewald Burgener vorgesehen.

Burgener wird nun auf die Generalversammlung 2027 hin sein Amt als CEO abgeben. Anlässlich einer "Cooling-off"-Periode solle er vorerst für ein Jahr als einfaches Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt werden. Die Lösung sei mit der Finanzmarktaufsicht FInma abgestimmt, betont Valiant. Die Nachfolgeregelung des CEO ab Mai 2027 werde nun umgehend angegangen.


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