Bank WIR steigert Gewinn 2025 leicht
Basel (awp) - Die Bank WIR hat 2025 trotz des schwierigen Zinsumfelds etwas mehr Gewinn gemacht. Die Genossenschaftsbank legte zudem sowohl bei den Hypothekarkrediten als auch bei den Kundeneinlagen zu.
Konkret verzeichnete das Institut im vergangenen Jahr einen Gewinn von 17,7 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Das entspricht einer Steigerung von 1,4 Prozent zum Vorjahr.
Hautgrund sind vor allem deutlich geringere Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken. Diese sanken auf 9,6 von 16,9 Millionen Franken markant. Der Geschäftserfolg, als Mass für die operative Leistung, ging derweil um 3,8 Prozent auf 29,5 Millionen Franken zurück.
Der Verwaltungsrat beantragt nun eine unveränderte Dividende von 11 Franken pro Beteiligungspapier.
Steigende Hypothekarforderungen
Wachsen konnte die Bank bei den Hypothekarforderungen, die auf 5,1 Milliarden Franken zulegten (+2,8%). Damit festige die Bank ihre "ausgeprägte Stärke" als Bau- und Immobilienfinanziererin, heisst es.
Auch die Kundeneinlagen stiegen um 2,2 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken. "Die 2024 gestartete Offensive im Privatkundengeschäft trägt Früchte", schreibt die Bank.
Tieferes Zinsenergebnis, höheres Kommissionsergebnis
Gemischter war das Resultat im Zinsengeschäft. Dort steigerte die Bank zwar den Brutto-Erfolg um 2,1 Prozent, netto sank er aber um 4,0 Prozent. Grund dafür sind laut der Erfolgsrechnung Veränderungen von Wertberichtigungen sowie geringere Zinserträge wegen der gesunkenen Leitzinsen.
Zulegen konnte die Bank hingegen im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, und zwar fast ein Viertel. Im vergleichsweise kleinen Handelsgeschäft resultierte aber ein um 16,3 Prozent tieferer Erfolg.
Der Geschäftsaufwand stieg im Gegenzug um 3,5 Prozent auf 69,8 Millionen Franken. Grund dafür waren insbesondere höhere IT-Investitionen. Der Personalaufwand blieb dagegen konstant.
VIAC läuft gut
Positiv hebt die Bank WIR derweil das Geschäft mit der Wertschriftenlösung VIAC hervor. Die 2017 lancierte schweizweit erste digitale Vorsorgelösung verzeichnete Ende Januar 2026 über 147'000 Kundinnen und Kunden mit einem Anlagevolumen von 6,3 Milliarden Franken (Ende 2025: 4,7 Milliarden). Vor einem Jahr waren es noch 118'000 Kundinnen und Kunden gewesen.
Die Bank geht nun davon aus, dass VIAC im Vorsorgebereich "auch weiterhin schneller als der Markt wachsen wird". Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich die Bank generell vorsichtig positiv: Man sei für Restrisiken im Zinsengeschäft gut aufgestellt und erwarte mit VIAC steigende Kommissionserträge.
Zum gleichen Thema
| DIVIDENDE | 13.02.2026 10:58:49 | Triebwerkhersteller Safran peilt deutlich mehr Gewinn an - Rekordhoch |