Aktien Frankfurt: Dax tritt auf der Stelle - Warten auf US-Impulse
FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Dienstag keine klare Richtung eingeschlagen. Nach leichtem Plus kehrte er anschliessend wieder auf das Vortagesniveau zurück beim Stand von zuletzt 24.804 Punkte.
Ein klein wenig auf die Stimmung drückten überraschend triste ZEW-Daten: Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland trübten sich im Februar überraschend ein, wie die Zahlen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigten. Anleger warten nun insbesondere auf frische US-Impulse, nachdem dort tags zuvor feiertagsbedingt nicht gehandelt worden war. Vorbörslich zeichneten sich für den US-Aktienmarkt Verluste ab.
Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten sank um 0,76 Prozent auf 31.125 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand moderat im Minus.
Für die Aktien des Softwareherstellers Teamviewer ging es auf ein weiteres Rekordtief. Sie verloren zuletzt noch rund 3 Prozent, die Papiere des Autozulieferers Aumovio gar rund 8 Prozent. Laut dem Analysehaus Bernstein Research sind bei beiden Papieren die Verdrängungsrisiken durch Künstliche Intelligenz (KI) noch nicht eingepreist. Aumovio belaste hier vor allem der Wandel hin zu Software-definierten-Fahrzeugen.
Die Aktien von Aroundtown haben am Dienstagvormittag mit 10 Prozent Kursplus einen Höchststand seit November erreicht. Viceroy Research hatte zuvor die Papiere des Spezialisten für Gewerbeimmobilien empfohlen. Zudem war das Umfeld für Immobilienaktien insgesamt gut, wir Kursgewinne von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien zeigten.
Die Ende Dezember eingeleitete Erholung der Südzucker -Aktien erhielt mit der Nachricht, dass der Zuckerkonzern ausserordentliche Abschreibungen erwartet und in der Folge die Dividende aussetzt, einen herben Rückschlag. Der Kurs sackte um rund 5 Prozent ab.
Ottobock standen mit Kurskapriolen im Fokus. Die Aktien des Prothesenherstellers gewannen zunächst fast 9 Prozent, verloren zuletzt aber 6,5 Prozent. Experten lobten zwar grundsätzlich die Resultate für 2025, Analyst Richard Felton von Goldman Sachs störte jedoch der Umsatzausblick für 2026. Er liege leicht unter den Erwartungen und dem mittelfristig vom Unternehmen angestrebten Wachstumstempo.
Die Aktien der Norma Group fielen nach der Veröffentlichung von Eckdaten für 2025 um rund 3 Prozent. Anleger müssen auf einen Geschäftsausblick des Verbindungstechnikspezialisten noch etwas warten, es bleibt also erst einmal etwas Unsicherheit mit Blick auf eine erhoffte Geschäftsbelebung.
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