Marktgespräch 27. Februar: Sandoz, Adecco
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.30 Uhr):
SANDOZ (-2,4% auf 68,70 Franken): Etwas heiss gelaufen
Selbst der stärkste Motor läuft mal heiss - das gilt auch für Aktienkurse. Zu beobachten ist das derzeit bei den Papieren von Sandoz. Mit einem Plus von annähernd 20 Prozent sind sie in diesem Jahr eine der Kursraketen unter den Schweizer Blue Chips. Alleine am Mittwoch sorgten die Jahreszahlen für einen zweistelligen Kurssprung um etwas mehr als 10 Prozent. Das ruft nun aber doch einige Analysten auf den Plan. Denn auch wenn die Generika-Spezialistin 2026 weiter wachsen dürfte, sind die beiden Jahre danach durch eine gewisse Unsicherheit gekennzeichnet. In der Zeit laufen nämlich kaum Patente auf umsatzstarke Medikamente ab, so dass auch Sandoz in der Zeit kaum neue starke Nachahmer auf den Markt bringen kann. Ob es aber dann wirklich zu einer Delle kommt, oder das Unternehmen dann einfach etwas langsamer wächst, muss sich zeigen. Dass die Papiere bei diesen Aussichte allerdings mit einem Aufschlag gegenüber grossen Pharmawerten gehandelt werden, halten einige Analysten für übertrieben. So haben gleich vier Experten ihre Ratings seit Mittwoch gesenkt, gleichzeitig aber allesamt ihre Kursziele erhöht.
,,,ADECCO (-0,4% auf 21,88 Fr.): Aktien trotz Management-Kauf klar im Minus
Die Aktien von Adecco unterliegen schon seit Wochen starken Stimmungsschwankungen. Nachdem es für die Valoren des Stellenvermittlers am Donnerstag nach oben ging, geben sie am Freitag einen Teil dieser Kursgewinne wieder ab. Für Gesprächsstoff sorgt in Börsenkreisen ein kleinerer Titelkauf aus der Chef-Etage. Wie aus einer Offenlegungsmeldung hervorgeht, hat ein Mitglied der Geschäftsleitung oder ein exekutiver Verwaltungsrat 4000 Aktien zu Kursen von 20,90 Franken je Stück erworben. Die Transaktion sei mit einem Gesamtwert von gerade einmal etwas mehr als 83'000 Franken aber zu klein, um ein klares Zeichen gegen die Kursflaute zu setzen, heisst es im Handel. Das sei auch schon im letzten November und Dezember so gewesen, als ebenfalls drei kleinere Titelkäufe gemeldet worden seien. Etwas nachwirken könnte laut Börsianern zudem das am Vortag durch Morgan Stanley gesenkte Kursziel. Dabei hat der zuständige Analyst nach den Zahlen seine Gewinnerwartungen nach unten angepasst. Mit Blick auf nächste Woche könnten Analysten bei anderen Banken folgen und ihre Schätzungen und Kursziele ebenfalls unter negativen Vorzeichen überarbeiten. Für gewöhnlich bleibt das nicht ohne Folgen für die Aktienkursentwicklung.
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