Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert erwartet
Zürich (awp) - Die Schweizer Börse dürfte am Dienstag wenig verändert in den Handel starten. Es sei wegen der widersprüchlichen Signale zum Iran-Krieg aber weiterhin mit einer hohen Volatilität zu rechnen, meinen Marktteilnehmer. Belastend wirkt auch der erneute Anstieg der Ölpreise infolge der geopolitischen Unsicherheiten.
Die Märkte blieben weiterhin gefangen in einem hochgradig unsicheren Umfeld, in dem geopolitische Schlagzeilen und Energiepreise die Richtung vorgeben würden, so ein Marktbeobachter. Nachdem US-Präsident Trump seine am Wochenende angedrohten Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage mit dem Hinweis aussetzte, es gebe "produktive Gespräche", herrschte ein vage Hoffnung auf eine Entspannung. Allerdings wurden die Aussagen Trumps von iranischer Seite umgehend dementiert, und auch der Ölpreis zog wieder leicht auf aktuell 102,70 US-Dollar je Fass der Sorte Brent an, nachdem er gestern nach einem Zwischenhoch bei 114 US-Dollar kurzzeitig unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen war.
Weiterhin unter Druck sind die Preise für Gold und Silber. Dies spiegle ein Umfeld wider, in dem steigende Energiepreise, Inflationssorgen und die Aussicht auf höhere Zinsen dominieren würden, heisst es am Markt. Trotz geopolitischer Spannungen, die Edelmetalle üblicherweise stützen, überwiege aktuell der Liquiditätsbedarf der Investoren, was zu breiten Gewinnmitnahmen führe. Die Feinunze Gold steht aktuell bei 4366 US-Dollar und damit in etwa auf dem Niveau von Anfang Jahr.
SMI-Werte mehrheitlich im Plus
Die Bank Julius Bär berechnet den hiesigen Aktienleitindex SMI vorbörslich um 08.15 Uhr 0,08 Prozent höher bei 12'400 Punkten. Am Montag hatte der Leitindex die Entspannungssignale aus Washington zunächst sehr positiv aufgenommen, verlor jedoch im Tagesverlauf an Dynamik. Letztendlich schloss er dennoch moderat im Plus (+0,56 %).
Von den 20 SMI-Titel sind sämtliche Titel bis auf Alcon und Givaudan leicht im Plus. Der Aromen- und Riechstoff wird dabei von einer Rückstufung durch die Deutsche Bank belastet. Im Kommentar wird auf Margendruck in den kommenden 12 Monaten verwiesen .
Auch bei den Nicht-SMI-Werten dominiert die Farbe Grün. Am deutlichsten ziehen vorbörslich SIG nach einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs an (+3,6%). Ebenfalls klar im Plus sind Tecan (+3,1%) nach dem Einstieg des Family Office von Thomas Schmidheiny.
Grösste Verlierer sind derweil Inficon (-4,9%), wo bei den definitiven Jahreszahlen laut Kommentaren vor allem der Margenausblick klar enttäuscht.
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