Marktgespräch 16. April: SMI, Technologie-Titel
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):
SMI (-0,10% auf 13'206 PKT.): In Lauerstellung
Der SMI hat eine rasante Erholungsbewegung hinter sich. Von seinem Jahrestief am 23. März bei 12'053 Punkten ist er in nicht einmal vier Wochen um mehr als 1000 Punkte gestiegen. Treibende Kraft ist die Hoffnung auf einen anhaltenden Waffenstillstand im Iran-Krieg. Allerdings schien der Markt in den vergangenen Tagen etwas zu stocken, bzw. den starken Lauf womöglich auch zu konsolidieren. Laut Händlern sollte diese scheinbare Seitwärtstendenz aber nicht weiter beirren. Auch andere Indizes seien derzeit in einer "extrem eng begrenzten Handelsspanne gefangen und pendeln nervös hin und her", heisst es in einem Kommentar. Eine Seitwärtsbewegung auf den durchaus erhöhten Niveaus sei charttechnisch ein echtes Statement: "Die Wahrscheinlichkeit eines explosiven Ausbruchs nach oben ist aktuell deutlich höher als ein jäher Absturz." Die Marktteilnehmer hätten sich in Stellung gebracht und lauerten gierig auf das erlösende Signal aus Washington und Teheran. Für den SMI ist nun einfach wichtig, dass er sich oberhalb seines Hochs vom März 2025 bei 13'199 Punkten behauptet, heisst es bei BNP Paribas. Damit sei auf der Oberseite weiterhin Platz bis zum Januar-Hoch bei 13'529 Punkten.
TECHWERTE (VAT -1,1%, AMS Osram +1,9%, Inficon +0,5%, Comet -0,6% ex Div.): Branchenriesen sorgen (eigentlich) für gute Stimmung
Am Donnerstag rücken einmal mehr die Techwerte in den Fokus der Anleger. Bereits am Vortag hatte die niederländische ASML mit einem höheren Umsatzausblick für gute Stimmung gesorgt, nun kamen auch noch starke Zahlen des taiwanesischen Branchenriesen TSMC hinzu. Dieser hat vom KI-Boom profitiert und den Gewinn überraschend stark gesteigert. Die KI-Fantasie lebt also weiter, auch wenn der Iran-Krieg noch nicht gelöst ist und damit die Zügel am Markt weiter etwas angezogen werden. Zu spüren bekam den Nahost-Konflikt auch VAT mit Umsatzverschiebungen vom ersten ins zweite Quartal, da Lieferprobleme bremsten. Für das Gesamtjahr sind die Vakuum-Ventilspezialisten aber weiter zuversichtlich, der Investitionszyklus schreitet voran. Zudem haben die Titel seit Jahresbeginn über 45 Prozent zugelegt - da dürfen dann auch ein wenig die Gewinne versilbert werden. Analysten blicken für die ganze Branche zuversichtlich nach vorn und sehen weiteres Wachstum mindestens für das laufende und kommende Jahr. Dabei dürfte auch China helfen, denn das Reich der Mitte ist mit seinem BIP-Wachstum wieder zurück auf der wichtigen Marke von 5 Prozent.
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