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Volkswirtschaft   17.04.2026 16:01:10

Luxusgüteraktien wie Richemont oder Swatch von Iran-Hoffnungen beflügelt

Zürich (awp) - Die Meldung zur Öffnung der Strasse von Hormus sorgt an den Börsen weltweit für Euphorie, vor allem auch die Aktien von Luxusgüterherstellern legen kräftig zu. Am Schweizer Markt profitieren Richemont und Swatch davon.

Gegen 15.55 Uhr rücken im Leitindex SMI (+1,3%) die Aktien des Genfer Luxusgüterkonzerns Richemont um 4,2 Prozent und die Inhaberaktien der Swatch Group um 3,9 Prozent in die Höhe. Und auch der französische Luxusgüterriese LVMH (+3,5%) oder der Pariser Kering-Gruppe (+3,4%) sind auf dem Vormarsch.

Die Reaktion im Luxussegment überrascht nicht, denn der Krieg im Nahen Osten sorgt in vielerlei Hinsicht für Verunsicherung am Markt. Allen voran gelten Destinationen wie Dubai, Abu Dhabi, Doha, Bahrain oder auch Saudi-Arabien als immer wichtiger werdende Drehscheiben für den Luxusgütermarkt.

Auch für die Schweizer Uhrenhersteller hat die Region an Gewicht gewonnen und gilt als klarer Wachstumsmarkt. Rund 10 Prozent der Schweizer Uhrenexporte führen in den Nahen Osten, Tendenz steigend. Dubai ist der achtstärkste Markt für die hiesigen Hersteller, Saudi-Arabien ist auf Platz 15 und Katar auf 21.

Hinzu kommt, dass grosse Teile des Reiseverkehrs aus Asien nach Europa und zurück über die Airport-Hubs im Nahen Osten führen. Touristen aus Asien sind in den Luxus-Shops in Paris, Mailand, London oder Genf gern gesehene und zahlungskräftige Kunden. Mit dem Krieg drohte dieser Shopping-Tourismus einzubrechen.

Und allgemein sind Kriege und geopolitische Spannungen wie auch die Eintrübung der Konjunktur schlechte Signale auch für die Luxusgüterindustrie. Trübt sich die Konsumentenstimmung weltweit ein, leidet in der Regel auch der Absatz von Schmuck, teuren Uhren oder Kleidern darunter.


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