Aktien Frankfurt Ausblick: SAP und Siemens Energy dürften Dax stützen
FRANKFURT (awp international) - Bei weiter hohen Ölpreisen dürften die Anleger vor dem Wochenende auf der Hut bleiben. Stützen sollten den Dax SAP und Siemens Energy nach gut aufgenommenen Quartalszahlen.
Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Plus von 0,2 Prozent auf 24.200 Punkte. Am Vortag war der Dax noch bis auf 23.991 Punkte abgerutscht und hatte den vierten Tag nacheinander im Minus geschlossen. Im Iran-Krieg zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. "Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben eine unübersichtliche Hängepartie", konstatierte Thomas Altmann, Marktexperte beim Vermögensverwalter QC Partners.
Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent bleibt mit über 106 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April. Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Irans zur Beilegung des Krieges warten, stocken sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter auf. Inzwischen befindet sich ein dritter Flugzeugträger im Nahen Osten.
Gute Resultate von SAP dürften derweil die Anleger etwas beruhigen. Der aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind mit einem Abschlag von rund einem Drittel mit Abstand schwächster Dax-Wert 2026. Am Vortag hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem Jahrestief genähert. Nun weisen sie auf Tradegate ein vorbörsliches Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss auf.
Der Energietechnikkonzern Siemens Energy wird nach der positiven Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und der starken Marktnachfrage optimistischer für das Gesamtjahr. Die Papiere gewannen auf Rekordniveau im vorbörslichen Tradegate-Handel gut 6 Prozent verglichen mit dem Xetra-Schluss. Siemens Energy sind im Dax im Jahr 2026 bislang der stärkste Wert mit einem Zuwachs von über 50 Prozent.
Der Softwareanbieter Atoss Software rechnet im laufenden Jahr mit einer höheren Profitabilität. Die im Nebenwerteindex SDax notierten Papiere zogen vorbörslich auf Tradegate um mehr als 8 Prozent an.
Die UBS stufte MTU auf "Sell" ab von "Neutral". Die Anteile des Triebwerkherstellers verloren auf Tradegate 2,3 Prozent zum Xetra-Schluss.
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