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Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   19.06.2026 13:00:14

Chefs von bundesnahen Betrieben verdienten 2025 tendenziell weniger

Bern (awp/sda) - Neun Chefs von bundesnahen Betrieben haben im vergangenen Jahr über eine halbe Million Franken verdient. Das sind gleich viele wie im Vorjahr. Allerdings wurden nur für drei von sechs Spitzenposten höhere Gehälter ausbezahlt als im Jahr zuvor.

Spitzenreiter des vergangenen Jahrs war Beat Röthlisberger von der Postfinance. Der CEO dieses Unternehmens erhielt - Berufsvorsorge-Beiträge nicht inbegriffen - rund 818'000 Franken, wie aus dem Kaderlohnreporting 2025 hervorgeht, das der Bundesrat am Freitag veröffentlichte.

Für den Postfinance-Chef wurden im Jahr zuvor nur gut 541'000 Franken ausbezahlt. Dies, weil diese Position im Jahr 2024 nur acht Monate lang besetzt war. Röthlisberger übernahm die Führung der Post-Tochter am 1. Juli 2024.

Am zweitmeisten Lohn erhielt im vergangenen Jahr SBB-Chef Vincent Ducrot mit rund 788'000 Franken (Vorjahr: 779'000 Franken). Auf Platz drei landete der Chef von Ruag International, André Wall. Er kam auf 677'000 Franken (Vorjahr: 712'000 Franken). Ruag International hat seit April dieses Jahres eine neue Chefin.

Ducrot und der Viertplatzierte dieses Jahrs, Post-Chef Pascal Grieder (668'000 Franken), kommen aber auf über eine Million Franken Jahresgehalt, wenn man die Beiträge des Arbeitgebers für die Vorsorge mitrechnet. Für die Stelle des Post-CEO waren im Jahr 2024 rund 825'000 Franken ausgezahlt worden. Die tiefere Entlöhnung des Post-Vorsitzes beruht auf der Ad-Interim-Lösung nach dem Austritt von Roberto Cirillo im März 2025.

Ebenfalls mehr als eine halbe Million Franken erhielten 2025 die Geschäftsleitungsvorsitzenden der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva), der Finanzmarktaufsicht (Finma), des Rüstungskonzerns Ruag MRO AG, des Flugsicherungsunternehmens Skyguide und der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG).


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