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Markt und Börse   19.06.2026 08:45:11

Aktien Schweiz Vorbörse: Zurückhaltender Auftakt erwartet

Zürich (awp) - Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich eine zurückhaltende Eröffnung zum Wochenschluss ab. Auf Wochensicht steuert der Leitindex SMI damit auf eine nahezu unveränderte Bilanz zu. Nach wie vor treibt die Lage im Iran die Märkte vor sich her. So trat das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran offiziell in Kraft, und der kommerzielle Schiffsverkehr kehrte allmählich in die Strasse von Hormus zurück. Das sorgt für eine Erholung der Risikostimmung.

Gleichzeitig dürften Berichte wie etwa, dass US-Vizepräsident JD Vance vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz reist, Fragen aufwerfen. Zudem gibt es Berichte, wonach der Iran zunächst Zeichen einer Umsetzung des Abkommens fordert. Dazu ist heut noch grosser Verfallstag - "Hexensabbat". Dann laufen an der Terminbörse Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen. Derweil bleibt die Wall Street wegen des Feiertages "Juneteenth" geschlossen.

Dabei sprechen die Vorgaben durchaus für einen freundlichen Wochenschluss. In den USA war der Aktienmarkt am Donnerstag auf Erholungskurs eingeschwenkt. Insbesondere die konjunktursensiblen Technologiewerte zogen an. Die Ölpreise wiederum notieren unterhalb von 80 US-Dollar das Fass.

Blue Chips überwiegend im Minus

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 08.10 Uhr um 0,30 Prozent etwas tiefer bei 13'725 Punkten. Die Mehrzahl der SMI-Titel (17) wird tiefer indiziert.

Gegen den Trend notieren Sika, Givaudan und Holcim fester, die zwischen 0,8 und 0,4 Prozent hinzugewinnen. Bei Sika und Givaudan stützen Analystenkommentare. Holcim wiederum hat die Übernahme von Xella abgeschlossen, einem führenden Anbieter im europäischen Wandbaustoffmarkt. Der Zukauf wurde bereits im vergangenen Oktober angekündigt und sollte im zweiten oder dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Damit liegt Holcim also gut im Zeitplan.

Eine Herunterstufung dürfte auch bei der UBS (-1,7%) der Hauptbelastungsfaktor sein. Erst am Vortag hatten die Papiere noch angesichts eines Rekordkursziels zu den grössten Gewinnern unter den Blue Chips gehört. Bei Amrize (-0,6%) äussern sich die Experten von Jefferies unterdessen vorsichtig mit Blick auf die anstehenden Halbjahreszahlen.

Auch in den hinteren Reihen sind die Papiere von Comet und Inficon (beide +0,8%) massgeblich durch Analystenkommentare gestützt. Allerdings seien hier auch die Vorgaben aus den USA freundlich, was ebenfalls stützen sollte, heisst es.


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