Gewittersturm legt Flugbetrieb in Zürich zeitweise lahm
Bern (awp/sda) - Das heftige Gewitter am Freitagabend hat den Betrieb am Flughafen Zürich zeitweise lahmgelegt. Wegen Blitzschlaggefahr kam es zu einem Abfertigungs- und Betankungsstopp. Dadurch fielen dutzende Flüge aus und es kam zu Verspätungen.
Der Flugbetrieb am Flughafen Zürich sei am Freitagabend für fast zwei Stunden unterbrochen gewesen, teilte eine Sprecherin am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Stopp für das sogenannte Handling und die Betankung der Flugzeuge habe von 17.52 bis 19.31 Uhr gedauert.
Grund dafür sei die akute Blitzschlaggefahr gewesen. Insgesamt seien 24 Abflüge und 22 Ankünfte annulliert worden. Einige Flugzeuge seien auf andere Flughäfen ausgewichen. 44 Flüge seien verspätet gewesen.
Mehrere Verletzte in der Stadt
Das Unwetter hatte in der Stadt Zürich auch mehrere Verletzte gefordert. Eine 16-Jährige wurde von einem Ast getroffen und schwer verletzt, wie Schutz und Rettung Zürich (SRZ) informierte. Sie wurde in kritischem Zustand in ein Spital gebracht. Am Mythenquai erlitten sechs weitere Personen durch umstürzende Bäume leichte Verletzungen, zwei von ihnen mussten ebenfalls hospitalisiert werden.
Die Rettungskräfte standen im Grosseinsatz. Schutz und Rettung Zürich bewältigte zwischen 17.30 Uhr und 21.00 Uhr rund 270 Einsätze allein im Stadtgebiet. Die Einsatzzentrale registrierte in diesem Zeitraum 730 Feuerwehr- und 130 Sanitätsnotrufe. Im gesamten Kanton Zürich wurden 680 Feuerwehreinsätze ausgelöst.
Das Gewitter war Teil einer Serie, die am Freitagabend über die Schweiz zog. Laut SRF Meteo wurden landesweit mehr als 15'000 Blitze registriert. In Zürich-Leutschenbach fielen 37 Millimeter Regen. Sturmböen und Hagel wurden ebenfalls gemessen, beispielsweise in Spiez BE und Buochs NW.
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