Aktien Schweiz Vorbörse: SMI in Wartestellung erwartet
Zürich (awp) - Die Iran-USA-Gespräche scheinen zwar voranzuschreiten, echter Optimismus ist an den Märkten aber noch nicht zu sehen. Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich vielmehr eine kaum veränderte Eröffnung am Montag ab. Auch in Europa halten sich die Investoren zunächst zurück.
Im Handel heisst es, Anleger nähmen eine Wartestellung ein, bis sich eine Einigung im Nahen Osten abzeichne. Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz auf der Ebene der Verhandlungsführer soll es unmittelbar im Anschluss weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen, innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan hervorgeht.
Die Ölpreise als Seismograph für die Märkte, verharren immerhin auf ihrem tiefsten Niveau seit Kriegsbeginn. Die Vorgaben bieten derweil nur bedingte Orientierungshilfe, da die Wall Street am Freitag feiertagsbedingt geschlossen war. In Asien finden die wichtigsten Börsenplätze zum Wochenstart keine gemeinsame Richtung.
Keine klare Sicht bei Nahost-Verhandlungen
"Den Nachrichtenfluss um den US-Iran-Konflikt derzeit chaotisch zu nennen, ist fast schon eine Untertreibung", kommentiert die Commerzbank. Entsprechend lasse sich auch nicht allzu viel zu der Reaktion an den Märkten sagen. "Denn egal, in welche Richtung es aktuell geht, es gibt keinerlei Garantie, dass es nicht in der nächsten Minute in die genau gegensätzliche Richtung gehen könnte."
Der von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,17 Prozent tiefer bei 13'750 Punkten. Die letzte Woche hatte der Leitindex am Ende mit einem Plus von 0,5 Prozent abgeschlossen. Dabei waren ABB mit einem Wochenplus von 6,7 Prozent Spitzenreiter, während Kühne+Nagel auf Wochensicht 7,1 Prozent einbüssten.
Vorbörslich werden von den 20 SMI-Blue Chips alle bis auf Sika (+0,2%) und Amrize (+0,6%) tiefer gestellt.
Partners Group bleibt Kellerkind
Erneut im Fokus könnten nach einer weiteren Kurszielreduktion die Aktien des Finanzdienstleisters Partners Group (-0,7% auf 676 Fr.) stehen. Mittlerweile notieren die Papiere so tief wie seit Frühjahr 2020 nicht mehr. Zum Wochenstart haben die Experten von Goldman Sachs ihr Kursziel nach einer ersten Senkung vor einer Woche nochmals gekappt.
Generell ist die Nachrichtenlage aber bereits stark ausgedünnt. Die Berichtssaison zu den Halbjahreszahlen kommt erst ab Mitte Juli ins Rollen. Gleichzeitig verabschieden sich Marktteilnehmer zunehmend in die Ferien, so dass die kommenden Wochen mit einer erhöhten Volatilität an den Märkten zu rechnen ist, wie es im Handel heisst.
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