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Börse: Eröffnungsbericht   22.06.2026 09:30:11

Aktien Schweiz Eröffnung: Investoren bleiben an der Seitenlinie

Zürich (awp) - Die Lage in Nahost bleibt undurchsichtig und folglich startet der Schweizer Aktienmarkt denn auch im Krebsgang in die neue Handelswoche. Händler betonen, dass die Unsicherheit rund um die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hoch blieben.

Im Handel heisst es, Anleger nähmen eine Wartestellung ein, bis sich eine Einigung im Nahen Osten abzeichne. Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz auf der Ebene der Verhandlungsführer soll es unmittelbar im Anschluss weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen, innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan hervorgeht.

Die Ölpreise als Seismograph für die Märkte verharren immerhin auf ihrem tiefsten Niveau seit Kriegsbeginn. Etwas anders gestaltet sich die Lage an den Bondmärkten. Hier verweist die Expertin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote auf die Renditen der 10- und 30-jährigen japanischen Staatsanleihen, die zum Wochenstart deutlich gestiegen sind. "Den Anlegern wird bewusst, dass die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran möglicherweise nicht zu einer konkreten Einigung führen werden, da es offenbar immer schwieriger wird, Israel in Schach zu halten."

Der Leitindex SMI tritt im frühen Handel mehr oder weniger auf der Stelle. Gegen 9.15 Uhr steht er bei 13'754,83 Punkten (-0,14%). Dabei sind die Verlierer (14) in der Überzahl. Der SMIM bewegt sich mit -0,10 Prozent auf 3093,28 Punkte ebenfalls kaum und der breite SPI steht um 0,15 Prozent auch nur leicht tiefer bei 19'446,06 Zählern.

Partners Group bleibt Kellerkind

Die Papiere des Finanzdienstleisters Partners Group (-0,3% auf 679 Fr.) setzen ihre Abwärtsbewegung nach einem weiteren negativen Analystenkommentar fort. Goldman Sachs hat zum zweiten Mal in einer Woche das Kursziel gesenkt. Mittlerweile notieren die Papiere so tief wie seit Frühjahr 2020 nicht mehr.

Als tendenzielle Stützen erweisen sich die beiden Pharma-Schwergewichte Novartis (+0,3%) und Roche (+0,1%). Dagegen fallen Werte wie Holcim oder Geberit um jeweils mehr als 1 Prozent, nachdem sie in der Vorwoche zu den Gewinnern gezählt hatten.

Analystenkommentare sorgen unterdessen auch in den hinteren Reihen für stärkere Kursbewegungen. Inficon, Comet und Idorsia ziehen nach Kurszielerhöhungen um bis zu 6,1 Prozent an, wohingegen Belimo, Georg Fischen und Dottikon um bis zu 3,1 Prozent fallen.


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