Aktien Schweiz Vorbörse: SMI klar tiefer erwartet
Zürich (awp) - Die Schweizer Börse dürfte am Dienstag den Rückwärtsgang einlegen und damit nicht an den positiven Start in die Woche anknüpfen. Belastend wirken die negativen Vorgaben aus Asien sowie Gewinnmitnahmen im Technologiesektor. Gleichzeitig rücken die steigenden Zinserwartungen in den USA wieder stärker in den Fokus der Anleger.
Für etwas Entspannung sorgt immerhin die geopolitische Lage. Die USA und Iran haben laut US-Vizepräsident JD Vance bei ihren Gesprächen in der Schweiz Fortschritte erzielt und eine Grundlage für ein endgültiges Abkommen geschaffen. Die Aussicht auf IAEA-Inspektionen sowie die Offenhaltung der Strasse von Hormus nähren die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage. Entsprechend verharren die Ölpreise auch am Dienstag auf dem tiefsten Niveau seit Beginn des Konflikts.
In der letzten Juniwoche richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren vor allem auf wichtige Konjunkturdaten aus Europa und den USA. Im Mittelpunkt stehen die ersten Stimmungsindikatoren für den Monat Juni, die erste Hinweise auf die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr liefern dürften.
Alle SMI-Werte im Minus
Der von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,75 Prozent tiefer bei 13'745 Punkten. Zum Wochenauftakt hatte der Leitindex noch 0,54 Prozent höher geschlossen. Vorbörslich werden sämtliche 20 SMI-Titel schwächer erwartet, wobei sich die Abgaben bei den defensiven Werten wie Swisscom, Nestlé und Novartis in engen Grenzen halten.
Im Fokus stehen insbesondere die hiesigen Technologiewerte. In Südkorea war der Tech-Sektor massiv unter Druck geraten und der Kospi verlor zeitweise mehr als 8 Prozent. Die Entwicklung unterstreiche die zunehmende Nervosität der Anleger nach der jüngsten Schwäche bei den globalen KI- und Technologietiteln, so ein Marktteilnehmer. Vorbörslich zählen hierzulande VAT, Comet und AMS-Osram mit überdurchschnittlichen Kursverlusten zu den schwächsten Titeln.
Auf Unternehmensseite werden Avolta (-1,0%) nach der angekündigten Übernahme eines japanischen Unternehmens tiefer gestellt. Aryzta zeigen sich dagegen nach der Akquisition des französischen Vertriebsspezialisten Société Européenne des Beurres (SEB) unverändert und damit fester als der Gesamtmarkt.
Zu den wenigen Gewinnern im breiten Markt zählen DKSH (+1,2%) und Sonova (+0,2%) nach Ratingerhöhungen durch Berenberg bzw. Morgan Stanley. Bei Komax (-2,1%) belastet hingegen eine Kurszielsenkung durch Kepler Cheuvreux die Stimmung.
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