Marktgespräch 24. Juni: Richemont, Oerlikon
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):
RICHEMONT (+3,1% auf 183,85 Fr.): Analysten mit Vorschusslorbeeren
Beim Luxusgüterkonzern Richemont stehen in drei Wochen die Ergebnisse für das Auftaktquartal 2026/27 an. Und die ersten Analysten verteilen bereits eifrig Vorschusslorbeeren, was der Aktie den nächsten Schub verleiht. Generell läuft es seit Mitte März sehr gut für die Titel des Uhren- und Schmuckkonzerns. Bis zum jüngsten Hoch bei 186 summiert sich das Plus seither auf sehr respektable 46 Prozent, die Aktie ist damit auf Rekordniveau unterwegs. Da kommt eine Studie von Jefferies den Bullen gerade recht. Denn mit einem Kursziel von neu 200 Franken öffnen die Experten die Tür in neue Sphären. Grund für die positive Einschätzung findet Jefferies reichlich: So dürfte Richemont einer der Hauptgewinner der nahenden Berichtssaison sein und mit einem mindestens so starken Momentum ins neue Geschäftsjahr gestartet sein wie das alte geendet habe. Zudem sollte der Gegenwind von der Währungsfront und bei den Bruttomargen nachlassen. Und nicht zuletzt profitiere "Hard Luxury" von den steigenden Vermögen der Kundschaft.
OERLIKON (+3,4% auf 3,93 Fr.): UBS-KI-Modell signalisiert Wachstumsbeschleunigung
Die Aktien des Industriekonzerns Oerlikon legen am Mittwoch deutlich zu. Seit Ende März haben die Titel rund 30 Prozent an Wert gewonnen und damit den Dividendenabschlag einschliesslich der ausserordentlichen Sonderdividende mehr als wettgemacht. Rückenwind erhalten die Papiere heute durch eine Studie der Grossbank UBS. Diese sieht derzeit eine überraschend robuste kurzfristige Geschäftsentwicklung und hebt ihre Gewinnschätzungen deutlich an. Grundlage der Analyse ist ein von der Bank entwickeltes KI-Modell. Dieses identifiziert aus einer grossen Zahl von Konjunktur- und Branchenindikatoren jene Faktoren, die historisch den stärksten Zusammenhang mit dem organischen Umsatzwachstum aufweisen. Und für Oerlikon signalisiert das Modell derzeit eine Beschleunigung des organischen Wachstums im zweiten Quartal. Von einer Kaufempfehlung sieht die UBS dennoch ab: Das Bewertungsniveau der Aktie erscheine anspruchsvoll, und im Aktienkurs sei bereits viel Optimismus eingepreist, so die Begründung.
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