Walmart hebt Jahresziele an - Medikamente-Verkauf belastet US-Geschäft
BENTONVILLE (awp international) - Der weltgrösste Einzelhändler Walmart hat im zweiten Geschäftsquartal von einem starken Zuwachs seiner Werbeeinnahmen, einem florierenden Online-Geschäft und Zollrückzahlungen durch die US-Regierung profitiert. Konzernchef John Furner hob laut Mitteilung vom Donnerstag seine Prognosen für das noch bis Ende Januar 2027 laufende Geschäftsjahr an. Allerdings enttäuschte das wichtige US-Geschäft. Die Aktie verlor vorbörslich fast sechs Prozent.
Das Management rechnet jetzt mit einem Umsatzanstieg zu konstanten Wechselkursen um 4 bis 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im zweiten Quartal war der Umsatz auf dieser Basis um 5,1 Prozent geklettert, zu tatsächlichen Kursen betrug das Plus fast 6 Prozent auf 187,9 Milliarden US-Dollar (rund 161,6 Mrd Euro). Das US-Geschäft abseits der Tankstellenerlöse blieb auf vergleichbarer Basis jedoch mit einem Plus von 2,6 Prozent hinter den Markterwartungen zurück. Nach Angaben von Walmart hatte das Apothekengeschäft die US-Einnahmen belastet, nachdem die Verhandlungen mit der US-Regierung zu niedrigeren Medikamentenpreisen geführt hatten.
Zugleich verdiente der Konzern dank erstmaliger Zollrückerstattungen deutlich mehr als vor einem Jahr. Auch ohne Sondereffekte sei das bereinigte operative Ergebnis wechselkursbereinigt um 17,4 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar gestiegen, hiess es. Im gesamten Geschäftsjahr soll diese Kennziffer nun laut neuer Prognose zu konstanten Wechselkursen um 7 bis 8,5 Prozent anziehen. Die Rückerstattungen sollen den Verbrauchern über Preissenkungen zugutekommen.
Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings um 9,4 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar, nachdem der Konzern hier im Vorjahr noch von einem sehr guten Finanzergebnis profitiert hatte.
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