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Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   31.08.2026 20:53:15

SBVg: Kommissionsvorschlag zu UBS bleibt Schweizer Sonderweg

Zürich (awp) - Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) lehnt die von der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) verlangten Kapitalverschärfungen für die UBS ab. Doch immerhin weiche der Vorschlag weniger stark von internationalen Standards und der Praxis anderer Finanzplätze ab als die bundesrätliche Vorlage, teilte der Dachverband der Banken in der Schweiz am Montagabend mit.

"Auch der Vorschlag der WAK-S bleibt ein Schweizer Sonderweg." So verlange die Kommission bei der Eigenmittelunterlegung ausländischer Beteiligungen der Grossbank einen Vollabzug, der über internationale Standards hinausgehe, so die Bankiervereinigung. "In geopolitisch und wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen an anderen Finanzplätzen dereguliert und vereinfacht wird, sollte sich die Schweiz nicht mit Alleingängen selbst ins Abseits manövrieren."

Der Verband begrüsst es jedoch, dass die Kommission "wenigstens zusätzliches Kernkapital, in Form von AT1-Instrumenten, anrechnen und weiter stärken will". Es sei zudem "folgerichtig", dass die Kommission deren Wirksamkeit erhöhen möchte, damit sie bereits in einer frühen Phase einer Krise Verluste absorbieren können.

Die WAK-S beantragt eine Unterlegung der Auslandsbeteiligungen zu 50 Prozent mit hartem Kernkapital, wie kurz zuvor nach der Beratung der Kommission bekannt wurde. Für die anderen 50 Prozent sollen die Banken auf AT1-Anleihen ("Additional Tier 1") zurückgreifen dürfen. Diese sollen allerdings umgestaltet werden, sodass sie früher greifen als beim Zusammenbruch der Credit Suisse im März 2023.

Die Kommission sprach von einer Kompromisslösung. Der Bundesrat hatte zuvor in der Revision des Bankengesetzes vorgeschlagen, dass systemrelevante Banken Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit hartem Kernkapital unterlegen müssen.


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