Bosch wächst leicht - Kerngeschäft belastet Ergebnis
GERLINGEN (awp international) - Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch hat im ersten Halbjahr keine grossen Sprünge gemacht. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus Gerlingen bei Stuttgart mitteilte.
Einen Rückgang gab es hingegen bei der Profitabilität. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) - Bosch spricht von einem operativen Ebit - sank hingegen von 2,3 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden Euro. Entsprechend sank dessen Anteil am Umsatz von 5,1 Prozent auf 4,6 Prozent. Vor allem Sondereffekte aus dem Mobilitätsgeschäft hätten das Ergebnis belastet, hiess es laut Mitteilung. Bosch führte unter anderem Wertminderungen auf Produktionsanlagen an.
Das Ergebnis nach Steuern lag bei rund 1,1 Milliarden Euro. Trotz des anspruchsvollen Umfelds bestätigte Bosch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.
Rote Zahlen im Geschäftsjahr 2025
Dass Bosch einen Halbjahresbericht veröffentlicht, ist neu. Bislang hatte das Unternehmen lediglich Zahlen zu den kompletten Geschäftsjahren veröffentlicht. 2025 hatte Bosch erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen geschrieben. Das Ergebnis nach Steuern lag unter anderem wegen Milliardenkosten für den Stellenabbau, US-Zöllen und einer hohen Steuerbelastung bei minus 363 Millionen Euro.
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern lag 2025 bei 1,8 Milliarden Euro (minus 42 Prozent). Der Umsatz stieg leicht auf rund 91,0 Milliarden Euro. 2024 hatte sich der Nachsteuergewinn von Bosch im Vorjahresvergleich bereits halbiert, aber immerhin noch gut 1,3 Milliarden Euro betragen.
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