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Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   25.09.2026 12:25:16

Bundesrat: Gesuche für Pflanzenschutzmittel sollen rasch abgebaut werden

Bern (awp/sda) - Der Bundesrat will hunderte hängige Zulassungsgesuche für Pflanzenschutzmittel innert sechs Jahren abbauen. Dafür fallen bis 2032 Investitionen von rund 18 Millionen Franken an.

Die Zulassungsgesuche seien aufgrund der komplexen Abklärungen und des knappen Personalbestands hängig, was zu langen Wartefristen führe, teilte der Bundesrat am Freitag mit. Die Bundesverwaltung habe die Anzahl der offenen Gesuche in den vergangenen Jahren von über 700 auf rund 525 reduziert. Dennoch schreite der Abbau nicht schnell genug voran.

Durch den beschleunigten Abbau der Gesuche sollen Lücken bei Pflanzenschutzmitteln geschlossen werden, schrieb die Landesregierung. Gegen gewisse Schadorganismen gebe es auf dem Markt keine Produkte mehr. Auch würden Notfallzulassungen für ältere Mittel erteilt, weil sich moderne Ersatzprodukte noch im Zulassungsverfahren befinden.

Die Landesregierung will, dass die für den Gesuchsabbau notwendigen Personalressourcen geschaffen und der Bewilligungsprozess noch stärker digitalisiert werden. Die Finanzierung erfolge über den ordentlichen Budgetprozess, wobei die erforderlichen Mittel ab 2028 durch eine Erhöhung der Zulassungsgebühren kompensiert werde.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) werden dem Parlament für das Jahr 2027 zusätzlich einen Nachtragskredit von insgesamt 2,8 Millionen Franken unterbreiten. Die Kosten für den Zulassungsaufwand des Bundes seien derzeit nur zu rund 15 Prozent gedeckt, hiess es weiter.

Bevor Pflanzenschutzmittel in der Schweiz auf den Markt gebracht werden können, benötigen sie eine Zulassung durch den Bund. Überprüft werden dabei die Wirksamkeit der Produkte sowie ihre Risiken für Mensch und Umwelt.


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