Aktien Schweiz Vorbörse: SMI im Plus erwartet
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steuert gemäss vorbörslichen Indikationen auf eine etwas höhere Eröffnung zu. Die Vorgaben sind laut Händlern nicht allzu aussagekräftig. Die US-Börsen haben am Dienstag leicht nachgegeben. Belastend wirkten die hohen Anleiherenditen, steigende Ölpreise und Zweifel an der Rentabilität der milliardenschweren KI-Investitionen. Aussagen von US-Notenbankvertretern sorgten allerdings für eine Erholung gegen Handelsschluss.
Der Markt wartet derweil auf die am Nachmittag anstehenden US-Konsumentenpreise, die für den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed wichtig sind. Sollten sie höher als erwartet ausfallen, könnten gerade die Aktien der stark finanzierungsabhängigen Technologiekonzerne wieder unter Druck geraten, heisst es im Markt. Da es von diesen hierzulande allerdings nicht viele gibt, würden sich die Auswirkungen auf den hiesigen Gesamtmarkt wohl in Grenzen halten.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich (8.15 Uhr) um 0,41 Prozent höher bei 13'985 Punkten, wobei bis auf Swiss Re alle höher gestellt werden. Am Vortag hatte der SMI zwar etwas höher geschlossen, allerdings weit unter dem Tageshoch von 14'067 Zählern.
Im Fokus hierzulande dürften bei den SMI-Werten unter anderem die Aktien von Lonza (+1,3%) stehen. Der Life-Science-Konzern hat anlässlich eines am Abend stattfindenden Kapitalmarkttages ein qualitatives Update zum Geschäftsverlauf im laufenden Jahr gegeben und dabei die mittelfristigen Finanzziele konkretisiert.
Weiter hat der Hautpflegekonzern Galderma (+0,7%) die US-Hautpflegemarke Zo Skin Health für 1,5 Milliarden US-Dollar übernommen. Er will damit das Geschäft mit medizinischer Hautpflege stärken und das Wachstum im Segment der über Ärzte vertriebenen Hautpflegeprodukte vorantreiben.
Bewegung dürften auch neue Analystenschätzungen auslösen. So hat etwa Jefferies sein Rating für den Rückversicherer Swiss Re (-1,8% auf 144,55 Fr.) auf 'Underperform' gesenkt und dabei auch das Kursziel auf 110 Fr. gesenkt. Bereits Vontobel hatte am Vortag das Rating für Swiss Re gesenkt.
Bei den Nicht-SMI-Werten stehen vorbörslich Bossard (+1,7%) an der Spitze. Der Industriezulieferer hat im dritten Quartal mehr umgesetzt als in der Vorjahresperiode. Dabei half die Entwicklung in den Regionen Amerika und Asien ebenso wie diejenige in der Hauptregion Europa. Gegenüber dem zweiten Quartal hat das Wachstumstempo zugenommen.
Überdurchschnittlich gesucht sind auch Siegfried (+1,5%). Der Pharmazulieferer zählt neu zu den zehn bevorzugten europäischen Small- und Midcap-Aktien von Bernstein. Die Experten des US-Analysehauses sehen bei dem Zofinger Unternehmen erhebliches Kurspotenzial und setzen vor allem auf weiteres Wachstum sowie steigende Margen nach den jüngsten Zukäufen.
Im Minus stehen derweil Adecco (-1,3%) nach einer Rückstufung und Kurszielsenkung durch Kepler.
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