Deutsches Kabinett beschliesst Investitionspflicht für Netflix und Co.
BERLIN (awp international) - Das Bundeskabinett hat die angekündigte Investitionspflicht für Streamingdienste und Sender in den Filmstandort Deutschland auf den Weg gebracht. Künftig sollen unter anderem die grossen US-Konzerne wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ mindestens acht Prozent ihres Jahresumsatzes in Deutschland investieren. Der Entwurf geht in das Parlament. Planmässig sollen die Neuerungen Anfang 2027 greifen.
Schon ab sofort stehen nach Angaben von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer 250 Millionen Euro aus der neuen Filmförderung des Bundes zur Verfügung. Die Mittel seien im vergangenen Jahr verdoppelt worden. Mit diesem und anderen Fördertöpfen stelle der Bund mehr als 300 Millionen Euro für Filmproduktionen bereit. Hinzu kämen Fördermittel der Länder. Zusammen sei das so viel wie nie zuvor.
"Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss zünden wir für den deutschen Film eine neue Stufe im internationalen Standortwettbewerb", meinte Weimer. Deutsche Filmstudios wie Babelsberg oder Bavaria waren zuletzt auch wegen starker europäischer Konkurrenz nicht voll ausgelastet. Die Investitionspflicht soll helfen, neben staatlichen Fördermittel auch private Mittel für Produktionen zu mobilisieren.
Zum gleichen Thema
| MARKT UND BÖRSE | 27.05.2026 22:37:52 | Aktien New York Schluss: Dow auf Rekordhoch - Gesunkene Ölpreise stützen |
Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Netflix Rg | 87.35 |
-0.33
-0.38%
|
108.94 | 85.11 | 6'857'285.00 |
| Netflix CDR Reg S | 32.93 |
-0.11
-0.33%
|
41.18 | 32.14 | 96'135.00 |
| Amazon.Com Rg | 271.85 |
+6.56
+2.47%
|
278.54 | 199.14 | 11'411'440.00 |
| Amazon CDR Reg S | 31.19 |
+0.72
+2.36%
|
32.04 | 23.01 | 401'080.00 |