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Forschung und Entwicklung   12.05.2026 17:08:25

Newron-CEO: Beide Studien werden fortgesetzt

Mailand (awp) - Das Biopharmaunternehmen Newron zeigt sich hinsichtlich der laufenden Phase-III-Studien mit dem Schizophreniemittel Evenamide zuversichtlich. Die Ergebnisse der globalen Studie sollen wie geplant noch in diesem Jahr veröffentlicht werden, wie CEO Stefan Weber in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der "FuW" sagte.

Die Studie sei im August gestartet und die Rekrutierung der Teilnehmer komme gut voran. "Ich gehe davon aus, dass wir die Patientenaufnahme bis Juli oder August abschliessen werden", so Weber.

Bei der US-fokussierten Studie, wo die Patientenrekrutierung in den USA wegen eines Todesfalls gestoppt wurde, erwartet der Konzernchef allerdings eine Verzögerung. "Die Ergebnisse dürften sich dadurch wahrscheinlich bis Anfang nächsten Jahres verschieben." Der Rekrutierungsstopp beziehe sich allerdings nur auf die USA, die Studie werde also ebenfalls fortgesetzt.

Insgesamt stünden die Erfolgschancen gut. "Sollte nur eine Studie gut und die andere weniger überzeugend ausfallen, haben wir immer noch die bereits abgeschlossene Phase-III-Studie bei Patienten mit unzureichender Therapieansprache, die unterstützend wirkt", sagte der CEO.

Dennoch gebe es "ein gewisses Exekutionsrisiko", zum Beispiel durch ungeeignete Patientenauswahl oder Fehler in einzelnen Studienzentren. Zudem sei das Risiko für ein Scheitern in der Phase III bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems etwas höher.

Im Falle eines Studienerfolgs will Newron im ersten Halbjahr 2027 den Zulassungsantrag im wichtigen US-Markt einreichen. Bei einem positiven Entscheid sei es zudem denkbar, das Schizophrenieprodukt in den USA selbst zu vermarkten.

___ Aktionäre bevorzugen Verkauf des Unternehmens

Aus Anlegersicht sei die Präferenz klar: "Eine reine Auslizenzierung ist oft die unattraktivste Variante, da Vorauszahlungen in die Unternehmenskasse fliessen, ohne direkt bei den Aktionären anzukommen", erklärte Weber.

Die Alternative sei der Verkauf des Unternehmens. "Aktionäre bevorzugen dies meist, da sie unmittelbar über ein Angebot entscheiden und ihren Gewinn realisieren können - auch wenn dies möglicherweise nicht den höchsten Ertrag bringt."

Bezüglich eines möglichen Verkaufs sagte Weber: "Unser Ziel ist es, dass Interessenten auf uns zukommen." Dies erreiche man am besten mit der Zulassung und der erfolgreichen Lancierung des Produkts im Markt. 

Ein weiteres Ziel bleibt laut dem Unternehmenslenker eine US-Zweitkotierung. "Ohne US-Listing erzielen wir nicht den besten Preis für unsere Aktie", so Weber.


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